Kaffee ist hinter Erdöl das wichtigste Handelsgut der Welt. Im Gegensatz zu Erdöl hat Kaffee jedoch einen unschlagbaren Vorteil. Ohne auf bestehende Ressourcen zurückzugreifen, kann Kaffee als Landwirtschaftliches Ganzjahresprodukt permanent angebaut und geerntet werden. Die Kaffeepflanze als solches, hat außerdem noch den weiteren Vorteil, den Säurehaushalt des Bodens zu verbessern und somit für eine Ausbesserung gegebener Verhältnisse zu sorgen.
Was jedoch ist eigentlich dieses weltweit am meisten konsumierte Getränk?
Es scheint bewiesen, dass Kaffee erstmals ca. 1400 Jahre nach Christus in Abessinien in Erscheinung trat. Ob es nun die Hirten waren, deren Kamele nachts nicht schlafen konnten, das Sie von den Blättern und Früchten der wilden Kaffeepflanze aßen ist jedoch nicht erwiesen. Auch die Erwähnung, dass der Muslimische Prophet Mohamed in der Wüste todkrank daniederlag, ein Engel kam und ihm eine schwarze, bittere Flüssigkeit darreichte die ihn gesunden ließ, kann als nicht wissenschaftlich fundamentiert angesehen werden.
ZEITLEISTE:
Der Rohstoff für den Kaffee besteht aus den zwei wichtigsten Bohnengattungen
a) Arabica Bohne (lat. coffea arabica)
Etwa zweidrittel der Weltkaffeeproduktion ist Arabica Kaffee. Die Arabica Bohne ist ein so genannter »Selbstbefruchter« und benötigt saisonales Wetter. Auch ist diese Kaffeegattung sehr anfällig gegenüber starken klimatischen Extremen sowie Parasiten und Insekten. Der baumartige Wuchs (bis zu 4 Metern) und die weiteren optischen Charakteristika der Bohne unterscheiden sich wesentlich von der Robusta Pflanze. Ebenso enthält die Arabica Pflanze wesentlich weniger Koffein. Die geschmackliche Grobklassifizierung kann mit säuerlich beschrieben werden
b) Robusta Bohne (lat. coffea canephora)
Diese strauchartige Pflanze wächst auch unter ungünstigeren Gegebenheiten. Zur Befruchtung werden Insekten zur Kreuzbestäubung benötigt. Auch durch Züchtungen im Wesentlichen in den asiatischen Regionen und durch die angeborene Widerstandskraft gegenüber Schädlingen erfreut sich diese Pflanze vermehrt der Beliebtheit. Die geschmackliche Grobqualifizierung kann mit bitter beschrieben werden. Die Bohnen von

werden im manuellen Pflückverfahren geerntet. Dies garantiert den Ausschluss von Schäden an den Pflanzungen und ermöglich eine erste Qualiätsselektion, da nur reife Kaffeekirschen somit geerntet werden. Nach der Ernte werden die rohen Kaffeekirschen im Sonnenschein mehrere Wochen getrocknet. Danach werden alle Verunreinigungen wie Schalen, Halme und die Pelle sorgsam entfernt und wiederholt gesiebt. Nur die besten Bohnen werden im letzten Selektionsprozess vor der Verschiffung ausgewählt um dann in Kaffeesäcke gefüllt zu werden.
Ein wesentlicher und sehr kostenintensiver Qualitätsfaktor ist der entsprechende Transport. Bei

werden spezielle Trockenkühlschiffe eingesetzt um den Transport der Rohbohnen ohne Schimmelbefall zu garantieren. Wenn nur eine einzige Bohne Schimmel fängt, kann dies den Geschmack des gesamten Kaffees verändern. Dies kann

ausschließen. Espressokaffee besteht meistens nie aus nur einer Bohnensorte. Sobald mehrere Sorten verwendet werden, ist es aufgrund der natürlichen Beschaffenheit dieser Rohkaffees klar, dass die Bohnengrößen variieren. Somit unterliegen diese auch anderen Röstzeiten. Große Bohnen, längere Röstzeiten, kleine Bohnen, kürzere Röstzeiten. Daher werden bei

vor der Erstellung der Mischung die Bohnen je nach Bohnentyp einzeln geröstet und erst danach gemischt. Der beste Vergleich ist die Zubereitung eines Steaks und eines Schnitzels in einer Pfanne. Wenn die Bratdauer zu kurz ist bleibt das Steak zu roh. Ist aber die Bratdauer zu lange, ist das Schnitzel verbrannt.
Die zur Benutzung des

verwendeten Röstmaschinen sind speziell auf den Espressokaffee abgestimmt und eigens angefertigt. Diese hochkomplexen Maschinen, bestehend aus einem perforiertem Tubus, einem komplexen Lüftungs-, Hitzesystem und der darunter liegenden Olivenbaumholz Befeuerungsstelle, rösten auf einzigartige Weise schonend den

Espressokaffee. Weitere Details sind in der Rubrik Röstverfahren nachzulesen. Kaffee ist ein Naturprodukt und bleibt es auch nach dem Rösten. Somit ist es zur Aufrechterhaltung des Qualitäts- Standards, dass in der Konsumentenverpackung ein Luftventil integriert ist. Dieses lässt Luft entweichen, jedoch keine eintreten. Somit bleibt der Kaffee frisch.
Angefangen bei der, in jedem Italienischem Haushalt anzutreffende Cafetiera, über Vollautomaten bis hin zu Siebträgermaschinen. Jedem ist es selber überlassen, welche Maschinengattung er benutzt. Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit sagen: Egal welche Maschine Sie benutzen, nur ein Espressokaffee der auf jedem Maschinentypus optimal wird, ist ein guter Espressokaffee.